Der FC Basel ist Meister – in Sachen Informatik

Der Basler Fußballclub treibt die Digitalisierung abseits des Platzes voran und dominiert mit der Software von Yokoy das Ausgabenmanagement.

Trauerstimmung in Basel: Der Fußballklub der Stadt unterliegt im St.-Jakob-Park-Stadion gegen den FC Zürich 2:0. Die Zürcher sind damit zum 13. Mal Schweizer Meister. Zu Beginn hätten sich die Basler, die Rotblauen, den Zürchern „wach und diszipliniert“ entgegengestellt. So schreibt der Berichterstatter der „Basler Zeitung“. Zu sehen war in dieser Phase der Partie ein „flüssiges, intensives“ Spiel. Doch dann kommt es zu Rangeleien, Unterbrüchen. Spieler werden ein- und wieder ausgewechselt, doch der „Spielfluss“ bleibt „träge“, die Rotblauen kommen nicht in Fahrt.

Bereits zur Halbzeit beträgt der Rückstand zwei Punkte. Der Start in die zweite Hälfte weckt bei den Basler Fans Hoffnungen, die jedoch rasch enttäuscht werden. Schließlich, so resümiert der Basler Journalist, geht für den FCB im St.-Jakob-Park, ein „schmerzhafter Nachmittag“ zu Ende. Die Basler Fans tragen’s mit Fassung. Es gibt keinen Radau. Und auch die Club-Manager geben sich gesittet. Auf Twitter gratulieren sie den Zürchern mit einer witzigen Fotomontage: Zum Zwerg verkleinert, verneigt sich der FCB-Boss vor dem riesenhaften FCZ-Präsidenten.

Große Leistung im Team

Der FCB hat im St.-Jakob-Park einen wichtigen Match verloren. Aber neben dem Spielfeld, wenn es um die Informatik geht, sind die Basler den Zürchern und auch allen anderen Schweizer Clubs weit voraus. 

Beim Fußball geht es um sportliche Höchstleistungen und es geht um Emotionen. Die Füße sind gefordert und am rechten Fleck ein starkes Herz. Doch auch der Kopf muss bei der Sache sein. Denn Fußball ist auch Business. Und dieses Geschäft wird eben gerade durch die Computertechnologie umgekrempelt.

Fußball ist ein Teamsport, und auch in der Informatik kommt weiter, wer sich mit anderen zusammentut. Deshalb verbündete sich der FCB mit dem FCB – mit dem FC Bayern. In München wurde bereits 2016 das Projekt FC Bayern Digital 4.0 gestartet. Bei dem Club gab es damals mehr als 50 Informatik-Systeme, die nicht miteinander kompatibel waren. Sie wurden durch ein einheitliches System ersetzt. Dieses anspruchsvolle Integrationsprojekt beschäftigte während knapp zwei Jahren mehrere Dutzend Programmierer. Der FC Bayern hat mit dem Digital-4.0-Projekt die Club-eigene Informatik erneuert und darüber hinaus auch eine Plattform geschaffen, die anderen Clubs zur Nutzung angeboten werden kann. Davon profitiert SG Dynamo Dresden und Austria Wien. Ganz zuerst aber ließ sich der FC Basel auf eine Zusammenarbeit mit FCB Digital & Media Lab ein.

Die Lösungen der verschiedenen Digital-4.0-Clubs sind nicht identisch, sie wurden an die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Clubs angepasst. So pflegt auch der FCB in Sachen Informatik ein paar Spezialitäten. Dazu zählt eine Software-Lösung für das Ausgabenmanagement, die vom Zürcher Fintech-Unternehmen Yokoy entwickelt worden ist. Diese Lösung nutzt künstliche Intelligenz (KI), um den Aufwand für die Verarbeitung von Lieferantenrechnungen, Spesenabrechungen oder Kreditkartentransaktionen stark zu vereinfachen. Beim FCB steht zunächst das Thema Spesen im Vordergrund: Quittungen, mit dem Smartphone abfotografiert, werden durch die Software von Yokoy in Sekundenschnelle digitalisiert und analysiert.

Berechenbare Kreativität

Wie geht es weiter? Wann holt sich der FCB den nächsten Meistertitel? Was macht die Digitalisierung mit dem Fußball? Es sind grundlegende Veränderungen, die anstehen: Sie betreffen nicht allein das Drumherum – das Management, die Vermarktung, die Medienarbeit, die Beziehungen zu den Fans –, sie betreffen auch den Fußball, das Geschehen auf dem Spielfeld.

Die Trainer ebenso wie auch die Spieler werden sich mit Big Data und KI beschäftigen müssen. Computer werden den Rasen säumen und Daten sammeln, beispielsweise mit Hilfe von Sensoren, die die Spieler auf dem Feld mit sich herumtragen. Dabei geht es nicht nur um Ballbesitz, Passquoten, Laufdistanz oder Eckenverhältnis, sondern auch um neue Indikatoren wie Pressingindex, Raumkontrolle oder Passeffektivität. Spielstrategien und Trainingspläne werden sich dann aus einer Datenanalyse ableiten lassen. Der sportliche Erfolg werde berechenbar, so schwärmen Experten. Zu hoffen bleibt, dass es auch dann noch Platz hat für das Spielerische, für überraschende Spielzüge, für Kreativität.

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